Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen

Dankesaktion - Betreuende Angehörige brauchen Entlastung

Am 30. Oktober wird alljährlich das Engagement von betreuenden und pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt gestellt. Was sie leisten ist eine wichtige Stütze – für die betreuten Personen, wie auch für die Gesellschaft und das Schweizer Gesundheitswesen. An diesem Tag werden wir mit unserem Infobus des SRK auf dem Markt in Solothurn sein und persönlich Dankeskarten mit einem Tee verteilen. Kommen Sie uns gerne besuchen.

Damit Menschen mit Krankheit oder Beeinträchtigung und bis ins hohe Alter zuhause leben können, brauchen sie Unterstützung. Diese wird zu einem grossen Teil von Angehörigen gewährleistet. Mit ihrem enormen Einsatz entlasten die zahlreichen betreuenden Angehörigen unser Gesundheitssystem und unsere gesamte Gesellschaft. Laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG betreut in der Schweiz jede 13. Person ab 16 Jahren eine ihnen nahestehende Person. Im Jahr ergeben sich so rund 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit, welche Angehörige in der Schweiz für die Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern aufbringen. Und dennoch bleibt ihr Engagement oft im Verborgenen.

Herausforderungen für pflegende Angehörige

Die Betreuung einer nahestehenden Person beginnt meist mit kleineren Unterstützungsleistungen im Haushalt und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer umfassenden Aufgabe. Die meisten Angehörigen empfinden diese zwar als bereichernde und sinnstiftende Tätigkeit, die sie nicht missen möchten. Gleichzeitig ist sie aber sehr belastend: zeitlich, körperlich, psychisch und finanziell. Damit pflegende und betreuende Angehörige nicht selbst krank werden und ihre Lebensqualität erhalten können, brauchen sie regelmässige Pausen. Deshalb setzen sich die beteiligten Organisationen für gute und koordinierte Entlastungsangebote ein.

DANKE für das wertvolle Engagement

Im Kanton Solothurn bedanken sich in diesem Jahr anlässlich des Tages für pflegende und betreuende Angehörige der Entlastungsdienst Schweiz, das Schweizerische Rote Kreuz, Pro Infirmis und der kantonale Spitex Verband bei den unermüdlichen Helferinnen und Helfern. Hierzu verteilen sie im Laufe des Oktobers als kleine Geste eine Dankeskarte und einen Tee für eine Verschnaufpause an betreuende Angehörige. Die Aktion wird vom Lotteriefonds des Kantons Solothurn unterstützt. Zudem werden in der Woche vor dem Aktionstag Direktbetroffene, Angehörige und die Regierungsrätin Susanne Schaffner im Programm vom Radio 32 zu Wort kommen und über ihre Erfahrungen sprechen. So möchten die beteiligten Organisationen sowie das Radio 32 (Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen - Radio 32) auf das wichtige und wertvolle Engagement und die Bedürfnisse von pflegenden und betreuenden Angehörigen aufmerksam machen.

Finanzierbarkeit von Entlastung

Ein besonderes Augenmerk beim diesjährigen Aktionstag liegt auf der Finanzierbarkeit von Betreuung. Denn insbesondere zuhause, wo die meisten Menschen so lange wie möglich leben wollen, können sich viele Betroffene keine oder nicht ausreichende Entlastung leisten. Denn die Kosten für Betreuung sind durch keine Sozialversicherung gedeckt. Das heisst: Angehörige von Menschen, die über die reine medizinische Pflege hinaus Betreuung brauchen, müssen die nötige Entlastung selbst bezahlen. Wieviel gute Betreuung (vor allem im Alter) kostet und wie diese finanziert werden könnte, hat die Paul Schiller Stiftung Anfang September 2021 aufgezeigt. Und auch das Bundesamt für Gesundheit hat im Rahmen des Förderprogramms "Entlastungsangebote für betreuende Angehörige 2017-2020" bereits zahlreiche Erkenntnisse zu Bedarf und Lösungsansätzen zusammengetragen. Nun ist die Politik gefragt. Denn gute Betreuung sollte keine Frage des Geldes sein.

Weiterführende Informationen zum 30. Oktober: www.angehoerige-pflegen.ch

Gerne vermitteln wir Ihnen für einen Medienbericht Betroffene, die bereit sind, über ihre Situation zu sprechen.

Medienkontakt:
Kim Böhlen, Entlastungsdienst Schweiz, Aargau-Solothurn, Marketing und Fundraising,
058 680 21 53, kim.boehlen@entlastungsdienst.ch

Erreichbarkeit: Mo, Di und Fr

Weitere Informationen zu den mitwirkenden Organisationen und ihren Entlastungsangeboten unter:

Hier finden Sie den Link zum PDF.