«Seite an Seite» in ein neues Leben

SRK Solothurn hilft jungen Menschen bei der Integration

Junger Migrant sitzt mit seiner Mentorin an einem Tisch
Gute Freunde geworden: Samuel Semere und seine Mentorin Claudia Niklaus.
Das Angebot «Seite an Seite» des SRK Kanton Solothurn ist aufgrund der europäischen Flüchtlingswelle 2015/2016 ins Leben gerufen worden, um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen. 2020 wurde dieses Angebot dank Beiträgen der FRAISA SA (Sozialprozent) und der Glückskette ausgeweitet für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Die Nachfrage ist gross. Deshalb sucht das SRK Freiwillige, die sich für benachteiligte Menschen engagieren.

Als unbegleiteter Minderjähriger Asylsuchender ist Samuel Semere vor fünf Jahren aus Eritrea in die Schweiz gekommen. Nun macht er eine Lehre als Fachmann Gesundheit und bereitet sich auf die Berufsmatur vor. Anteil an dieser Erfolgsgeschichte hat Claudia Niklaus aus Biberist, eine Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Die 34-jährige Sprachlehrerin und der 21-jährige Eritreer treffen sich in der Regel einmal in der Woche, um zusammen zu lernen. Ursprung ihres Treffens ist das Projekt "Seite an Seite" des Schweizerischen Roten Kreuzes Kanton Solothurn. Dabei unterstützen Freiwillige wie Claudia Niklaus Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene beim Lernen für die

Schule, bei der Lehrstellensuche oder bei der sozialen Integration. Das Angebot richtet sich an Kinder und junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Familien.

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SRK Kanton Solothurn sucht Freiwillige

Damit dieses wichtige Angebot aufrechterhalten und ausgebaut werden kann, sucht das SRK Kanton Solothurn Freiwillige.

Die Freiwilligen unterstützen Kinder ab der ersten Klasse und Jugendliche beim Lernen für Schule und Ausbildung, bei der Lehrstellensuche oder bei der Freizeitgestaltung und haben ein offenes Ohr für Alltagsfragen.

Die Freiwilligen treffen sich regelmässig mit den Kindern und Jugendlichen, wöchentlich oder alle 14 Tage für ein bis zwei Stunden. Der Einsatz ist unentgeltlich. "Es ist nicht so, dass die Freiwilligen einen «riesigen Rucksack" mitbringen müssen », sagt Andrea Leonhardt. Engagement und Bereitschaft seien das Wichtigste. Die Freiwilligen verpflichten sich, für sechs Monate an dem Projekt teilzunehmen. Meistens gehe das Engagement aber über die sechs Monate hinaus, sagt Andrea Leonhardt: «Die meisten Freiwilligen erleben ihre Tätigkeit als sehr sinnstiftend. Wenn man zum Beispiel einem Jugendlichen geholfen hat, Bewerbungen zu schreiben und dieser dann eine Lehrstelle findet, sei das ein unglaublich gutes Gefühl.

Für Interessierte werden neu virtuelle Info-Abende angeboten. Alle Informationen unter: https://www.srk-solothurn.ch/seite-seite